Nach einem schmerzhaften Ausfalljahr meldet sich der Hofgut Falkenstein Ockfener Bockstein Kabinett AP 17 „Schorsch“ 2025 nun eindrucksvoll zurück: Der Jahrgang 2024 fiel dem Frost vollständig zum Opfer, sodass dieser Riesling gewissermaßen das lang erwartete Comeback nach einem Jahr Pause markiert. Die Trauben stammen aus dem Ockfener Bockstein, genauer gesagt aus der höher gelegenen Parzelle „Im Kalk“, wo etwa 15 Jahre alte Rebstöcke stehen, die einst von Opa Schorsch bewirtschaftet wurden – dem Namensgeber dieses Weins. Seit einigen Jahren wird dieser Teil des Bocksteins in Zusammenarbeit mit den Kabinett-Meistern Familie Weber aus dem Konzer Tälchen gepflegt. Anfang Oktober erfolgt die selektive Handlese, danach werden die Trauben direkt gepresst und im kühlen Holzfasskeller spontan vergoren – ganz im traditionellen Stil des Hofgut Falkenstein.
Im Duft zeigt sich der Saar-Riesling vielschichtig und animierend: Grapefruit, Zitronenschale und saftige Zitrusfrucht treffen auf grünen Pfeffer, frische Kräuter und eine kühle, leicht rauchige Mineralität. Dazu kommen feine Noten von Tabak und ein Hauch Minze, begleitet von der charakteristischen Würze der spontanen Vergärung. Am Gaumen präsentiert sich der Kabinett präzise und energiegeladen. Straff und saftig zugleich, getragen von einer lebendigen Säure, wirkt der Wein herrlich mundwässernd und klar konturiert. Die feine Restsüße bleibt perfekt eingebunden, während die mineralische Struktur des Bocksteins für Rückgrat sorgt. Ein zarter Schmelz rundet das Gesamtbild ab, bevor der Wein in einem langen, frischen Finale mit Zitrus, Kräuterwürze und einem feinen Tabakton ausklingt. Der Jahrgang 2025 zeigt „Schorsch“ so ausdrucksstark wie selten zuvor – ein charaktervoller Saar-Kabinett mit Spannung, Länge und der besonderen Geschichte eines großen Comebacks.
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